5 Anfängerfehler als Hochzeitsdienstleister

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Anfängerfehler Hochzeitsdienstleister

Möchte man als Hochzeitsplaner oder Hochzeitsdienstleister starten, kann es zu einigen Anfängerfehlern kommen. Anfängerfehler sind definitiv kein Weltuntergang, aus ihnen wird man bloß schlauer und kann etwas für die Zukunft mitnehmen!

Da auch wir einmal Anfänger waren, möchten wir euch von den Fehlern berichten und euch somit ein paar davon ersparen! Zusätzlich berichten wir davon, wie es ist, als Hochzeitsplaner nebenberuflich durchzustarten.

Diese Anfängerfehler könnt ihr vermeiden

Anfängerfehler Nummer 1: Immer nur Ja sagen!

Eins unser größten Learnings war, dass wir nicht zu einem Ja-Sager mutieren sollen! Der Begriff an sich sagt schon, dass man zu allem wirklich „Ja“ sagt. Zu Beginn waren wir ein absoluter Ja-Sager und haben die Rolle als Hochzeitsplaner bzw. Hochzeitsdienstleister nicht zu 100% erkannt. Hochzeitsplaner müssen nicht ALLES machen – setzt euch diesem Druck nicht aus!

Diese Anfängerfehler machen Planer
Sagt nicht immer zu allem “ja”!
Hier ein Beispiel aus unserem Erfahrungsschatz:

Wir haben als Zeremonienmeister eine Hochzeit mit 120 Gästen betreut. Diese 120 Gäste sollten bei der Trauung auf 120 Stühlen inklusive 120 Hussen und 120 Stuhlschleifen Platz nehmen können. Diese Tatsache an sich ist kein Problem. Die Stuhlhussen plus Schleifen wurden von der Floristin gestellt. Für den Aufbau und Abbau hat sie ein Angebot erstellt. Unser Fehler war: wir haben dem Brautpaar angeboten, die Hussen inklusive Schleifen selbst auf- und abzubauen, damit sie sich die Kosten bei der Floristin einsparen. Die Quintessenz davon war, dass die Floristin am Ende doch beim Aufbauen helfen musste, da es von der Zeit her nicht alleine geklappt hat.

Das Auf- und Abbauen von Stuhlhussen ist definitiv nicht der Job des Hochzeitsplaners bzw. des Zeremonienmeisters! Möchtet ihr das allerdings übernehmen, ist das kein Problem. Wir sind auch Fans davon, dass ihr eure eigene Erfahrung damit macht. Solch eine Erfahrung möchten wir euch jedoch gerne ersparen.

Anfängerfehler Hochzeitsplaner
Seid euch im Klaren, welche Aufgaben zu eurer Rolle gehören, und welche nicht.

Euch muss als Planer oder Hochzeitsdienstleister bewusst sein, was genau eure Aufgaben sind und was nicht dazu gehört. Ihr seid nicht „sowieso schon an dem Tag da“. Ihr werdet für explizite Aufgaben extra gebucht. Als Zeremonienmeister sollt ihr am Hochzeitstag unter anderem die Dienstleister koordinieren, Ansprechpartner des Brautpaars und der Gäste sein und den Überblick behalten – da ist keine Zeit für den Auf- und Abbau von Hussen.

Unser Tipp für euch: wenn euer Brautpaar euch um etwas bittet, was nicht direkt in eurem Leistungsspektrum als Planer oder Hochzeitsdienstleister liegt, sagt nicht direkt ja! Das bedeutet nicht, dass ihr direkt nein sagen müsst. Ihr könnt euch jedoch Gedanken darübermachen, ob es in den Tagesplan passt oder nicht. Lasst euch aber die Extrazeit vergüten! Wenn das Angebot angenommen wird, ist das vollkommen ok, wenn nicht, ist das auch kein Problem.

Anfängerfehler Hochzeitsplaner
Rechnet Zusatzleistungen definitiv ab!

Anfängerfehler Nummer 2: Ohne einen Plan das Business zu starten!

Ohne Plan ein Business zu starten, ist kein direkter Anfängerfehler, jedoch auf jeden Fall ein wichtiger Aspekt. Möchtet ihr euch zum Beispiel auf High End Hochzeiten oder Destination Weddings spezialisieren, solltet ihr euch das Wissen dazu vor eurem Business-Start auch aneignen. Wir empfehlen euch: eignet euch das Wissen über ein Seminar oder ein Coaching an! So werdet ihr Experte in diesem Gebiet.

Wenn ihr aber nicht wisst, dass ihr euch spezialisieren wollt, ist es nicht falsch einfach zu starten. Man kann sich im Laufe der Zeit spezialisieren und auch dann noch das weitere Wissen erwerben. Allerdings solltet ihr euch vorher im Klaren sein, welche Leistungen ihr anbietet. Bereitet eure Gründung und eine grobe Richtung vor.

Durch Planung Anfängerfehler vermeiden
Geht auf jeden Fall gut vorbereitet eurer Business.

Anfängerfehler Nummer 3: Viel zu perfektionistisch sein!

Aus unserer Sicht ist dieser Punkt ein großer Anfängerfehler! Es gibt Hochzeitsdienstleister, die erst abwarten, bis sie anhand von Styled Shoots Material für Instagram oder die Website liefern können und insgesamt einfach zu wählerisch sind. Es gibt keinen perfekten Moment um loszulegen, verschwendet eure Zeit somit nicht, auf solch einen Moment zu warten.

Zeigt, dass ihr wachst und was euren Arbeitsalltag bzw. Gründeralltag bestimmt. Selbst wenn ein Bild nicht perfekt ist, steht dahinter! Denn nur dann wird man es euch abnehmen. Im Nachgang könnt ihr immer noch professionelle Bilder machen lassen. Zeigt vor allem auch euer Wissen!

Wartet ihr zu lange, können sich währenddessen andere Dienstleister schon mit „weniger perfektem“ Material positionieren und erfolgreich. Aller Anfang ist schwer und kein Kunde erwartet von euch, dass ihr direkt von Beginn an perfekt seid.

Zu perfektionistisch als Anfängerfehler
Ihr könnt von Beginn an nicht zu 100% alles perfekt. Erst mit dem Arbeiten an sich kommt alles weitere.

Anfängerfehler Nummer 4: Nur Fremdmaterial auf Instagram posten!

Wir persönlich bin kein Fan davon, wenn auf einem Profil nur Fremdmaterial zu finden ist. Mit Fremdmaterial meinen wir Bilder und Videos, die von anderen Profilen stammen. Es kann mal ganz in Ordnung sein, aber wenn man sich selbst oder seine eigene Arbeit zeigt kommt das immer besser an. Deshalb unser Tipp: macht was Eigenes und zeigt es auch! Nur so können sich zukünftige Kunden ein Bild von euch und eurer Arbeit machen.

In Stories kann man allerdings gerne Beiträge als Inspiration reposten. Hier wird auch direkt deutlich, dass es nicht eure eigene Arbeit ist und ihr euch nicht mit „fremden Federn schmücken möchtet“.

Wenn ihr jedoch Beiträge im Feed reposten möchtet: fragt auf jeden Fall beim Fotografen oder jeweiligem Dienstleister nach! Ansonsten kann es für euch sehr ungemütlich werden.

Fremdposting als Anfängerfehler
Postet eure eigene Arbeit und nicht Fremdmaterial!

Anfängerfehler Nummer 5: Sich günstiger als der Durchschnitt machen!

Die Preise zu Beginn niedriger als der Durchschnitt setzen, klingt für den ein oder anderen plausibel: man möchte damit ja Kunden anlocken und für sich gewinnen. Aus unserer Erfahrung heraus können wir aber sagen, dass Brautpaare jedoch keine rationalen Entscheidungen treffen! Die Brautpaare treffen zu 90 Prozent ihre Entscheidung nach der Sympathie und Persönlichkeit des Dienstleisters.

Ihr solltet von dem Gedanken Abstand nehmen, dass ihr am Anfang günstiger sein müsst. Ihr seid es nicht weniger wert, nur, weil ihr am Anfang steht! Nach den ersten Hochzeiten werdet ihr eure Preise sowieso ändern bzw. anpassen. Denn erst dann könnt ihr euren Wert ganz genau einschätzen. Natürlich solltet ihr keine unrealistischen Preise aufstellen! Ihr müsst den Markt kennen aber auch sich selbst. Diese Kombination ergibt den Preis.

Preisgestaltung als Anfängerfehler
Setzt eure Preise nicht zu niedrig an!

Nebenberuf Hochzeitsplaner

Möchtet ihr nicht das volle Risiko eingehen, euren Vollzeitjob aufzugeben um Hochzeitsplaner zu werden, ist auch das möglich. Hier kommt der Hochzeitsplaner als Nebenberuf ins Spiel. Doch worauf solltet ihr dabei achten?

Habt ihr genug Zeit für beide Jobs?

Es ist nicht zu unterschätzen, sich neben seinem Vollzeitjob noch nebenberuflich etwas aufzubauen. Zumal es nicht die Regel ist, dass ihr im Büro zum Beispiel bei einem Leerlauf an Aufgaben direkt für euren Beruf als Hochzeitsplaner etwas machen dürft.

Schätzt deshalb realistisch ab, ob ihr zwei Jobs miteinander vereinbaren könnt. Zusätzlich steht euch bei einem Montag – Freitag Job oft das Wochenende nicht mehr als Ausgleich zur Verfügung, da Hochzeitsplaner auch sehr oft an Wochenenden arbeiten.

Eventuell habt ihr die Möglichkeit, eure Vollzeitstelle als Teilzeitstelle zu reduzieren und könnt euch somit besser auf die Anfänge des Hochzeitsplanerdaseis konzentrieren.

Nebenberuflich Hochzeitsplaner werden
Euch sollte Bewusst sein, dass ihr für beide Jobs ausreichend Zeit benötigt.

Gewerbe anmelden!

Auch bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit müsst ihr ein Gewerbe anmelden. Nur, weil ihr bei einem Arbeitgeber angemeldet seid, heißt es nicht, dass das Gewerbe hinten runterfällt. Zum Beispiel müssen für das Gewerbe ggf. Steuern erhoben werden.

Meldet ihr das Gewerbe nicht an, kann es hohe Strafen geben. Manche Arbeitgeber möchten über einen Nebenberuf informiert werden – klärt das am besten mit eurer Personalabteilung oder euren Vorgesetzten ab.

Krankenversicherung

Steigt ihr nebenberuflich als Hochzeitsplaner ein, müsst ihr keine Beiträge an die Krankenkasse leisten. Diese werden nach wie vor von eurem Arbeitgeber und eurem Gehalt bezahlt. Somit ist es eine relativ entspannte Variante, sich selbstständig zu machen. Ihr seid zwar selbstständig, genießt aber noch die Vorteile eines Arbeitnehmers.

Möchtet ihr die ersten Planungsschritte eines Hochzeitsplaners erfahren, könnt ihr gerne durch unseren Artikel über Hochzeitsplaner-Gründungen stöbern.

Hochzeitsplaner als Nebenberuf
Ihr müsst als Hochzeitsplaner nicht zwingend in die komplette Selbstständigkeit.

Fazit

Ob hauptberuflich oder nebenberuflich Hochzeitsplaner oder Hochzeitsdienstleister: es gibt einige Dinge an die man denken muss und die beachtet werden sollten! Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Erfahrungen vor Anfängerfehlern schützen konnten und wünschen euch viel Erfolg!

Liebe Grüße, Eure Rebekka 🙂

Ein Gedanke zu „5 Anfängerfehler als Hochzeitsdienstleister“

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